Neues aus dem Paritätischen

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Paritätischer diskutiert Gesundheitsreform kritisch mit BGM Dr. Philipp Rösler
Die soziale Gerechtigkeit bleibt auf der Strecke, die Willkür regiert
Die Kita Papenkamp feiert ihr 10jähriges Bestehen
Insgesamt 1600 Kinder nahmen am Kinderlauf teil
Paritätische Kitas beteiligen sich am Familientag am 1.Mai in Hannover
Armutszeugnis in Sachen gesunder Menschenverstand

Konzeptionelle Grundsätze des Situationsansatzes

  1. Die pädagogische Arbeit geht aus von den sozialen und kulturellen
    Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien.
    Bei der Planung der päd. Arbeit in unseren Einrichtungen wird die soziale und kulturelle Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien einbezogen.
  2. ErzieherInnen finden im kontinuierlichen Diskurs mit Kindern, Eltern und Erwachsenen heraus, was Schlüsselsituationen im Leben der Kinder sind.
    Der ständige Austausch zwischen MitarbeiterInnen, Eltern und Kindern ist uns wichtig, um aktuelle Situationen aus dem Leben der Kinder aufgreifen zu können.
  3. ErzieherInnen analysieren, was Kinder können und wissen und was sie erfahren wollen. Sie eröffnen ihnen Zugänge zu Wissen und Erfahrungen in realen Lebenssituationen.
    Durch Beobachtung werden die Interessen und Bedürfnisse der Kinder erkannt
    und gemäß deren Entwicklungsstand gefördert.
  4. ErzieherInnen unterstützen Mädchen und Jungen in ihrer geschlechtsspezifischen Identitätsentwicklung und wenden sich gegen stereotype Rollenzuweisungen und -übernahmen.
    Mädchen und Jungen sind in unseren Einrichtungen gleichberechtigt.
  5. ErzieherInnen unterstützen Kinder, ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten und sich die Welt, in der ihrer Entwicklung gemäßen Weise, anzueignen.
    Wir geben den Kindern Raum, Zeit, Materialien und Hilfestellungen um ihre Kreativität ausleben zu können.
  6. ErzieherInnen ermöglichen, dass sich jüngere und ältere Kinder im gemeinsamen Handeln mit ihren vielseitigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander beziehen und sich dadurch in ihrer Entwicklung gegenseitig unterstützen können.
    In unseren altersgemischten Gruppen (Krabbelgruppe, Kindergarten und Hort)
    lernen die Kinder voneinander.
  7. ErzieherInnen unterstützen Kinder in ihrer Selbstständigkeitsentwicklung, indem sie ihnen ermöglichen, das Leben in der Kindertageseinrichtung aktiv mit zu gestalten.
    Eines der wichtigsten Ziele unserer Arbeit ist die Förderung der
    Selbstständigkeit. Die Ideen und Wünsche der Kinder werden ernst genommen
    und bei der päd. Planung einbezogen.
  8. Im täglichen Zusammenleben findet eine bewusste Auseinandersetzung mit Werten und Normen statt. Regeln werden gemeinsam mit Kindern vereinbart.
    Wir geben den Kindern die Möglichkeit sich mit Werten und Normen unserer Gesellschaft kindgerecht auseinander zusetzten.
  9. Die Arbeit in der Kindertageseinrichtung orientiert sich an Anforderungen und Chancen einer Gesellschaft, die durch verschiedene Kulturen geprägt ist.
    Unsere multikulturelle Gesellschaft, in der wir in Deutschland leben, wird in
    der Arbeit berücksichtigt (z. B. spezielles Essen für Muslime…).
  10. Die Kindertageseinrichtung ist interessiert Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen zu integrieren.
    Die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsstände der Kinder werden in
    unserer Arbeit berücksichtigt, bei Bedarf arbeiten wir mit anderen Institutionen
    (z.B. Ergotherapiepraxen) zusammen.
  11. Räume und ihre Gestaltung stimulieren das eigenaktive und kreative Handeln der Kinder in einem anregungsreichen Milieu.
    Die Räume der Kindertageseinrichtung (z. B. Turnhalle, Ruheraum, Werkraum…) werden individuell gestaltet.
  12. ErzieherInnen sind Lehrende und Lernende zugleich.
    Die Kinder lernen von uns und wir von den Kindern.
  13. Eltern und ErzieherInnen arbeiten kooperativ in der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder.
    Zum Wohle des Kindes arbeiten wir mit Eltern intensiv zusammen (z.B.
    Elternabende, Elternnachmittage, Hospitationen, gemeinsame Aktivitäten…).
  14. Die Kindertageseinrichtung entwickelt enge Beziehungen zum sozial-räumlichen Umfeld.
    Durch unsere Aktivitäten mit den Kindern, ermöglichen wir ihnen ihre
    Umgebung/ihren Stadtteil kennen und nutzen zu lernen.
  15. Die pädagogische Arbeit beruht auf Situationsanalysen und folgt einer prozesshaften Planung. Sie wird fortlaufen dokumentiert.
    In Verfügungszeiten und Dienstbesprechungen, planen und dokumentieren wir die Geschehnisse der einzelnen Gruppen und des gesamten Hauses.
  16. Die Kindertageseinrichtung ist eine lernende Organisation.
    Der "Ist-Stand" der Einrichtung wird kontinuierlich überarbeitet,
    weiter entwickelt und erneuert.

Quelle: Institut für den Situationsansatz, Berlin, Qualität im Situationsansatz und Ergebnisse des Arbeitskreises "Situationsansatz"